Viele Menschen leben den Traum von der eigenen Immobilie, sei es eine eigene Wohnung oder ein gavel-568417_640Haus. Ein Ort an dem man machen kann was man möchte und vor allem, man muss keine Miete bezahlen. Die Möglichkeiten wie man an eine Immobilie kommt, sind vielfältig. Abseits der klassischen Variante von einem Haus- oder Wohnungskauf, kann man eine Immobilie auch per Zwangsversteigerung kaufen. Wie eine Zwangsversteigerung funktioniert, kann man nachfolgend erfahren.

Die Zwangsversteigerung

Kommt ein Besitzer einer Immobilie seinen Verpflichtungen nicht nach, kann es im schlimmsten Fall zu einer Zwangsversteigerung der Immobilie kommen. Was dem einen sein Leid ist, ist für den anderen vielleicht ein Glücksfall.

Den die Zwangsversteigerung bietet immer wieder die Möglichkeit, preisgünstig an eine Immobilie zu kommen. Wird über eine Immobilie ein Verfahren zur Zwangsversteigerung eröffnet, ist dies ein Verfahren das über Monate geht.

Im ersten Schritt der Zwangsversteigerung, wird vom Gericht ein Sachverständiger beauftragt. Dieser hat die Aufgabe ein Gutachten über die Immobilie zu erstellen, in dem die Mängel, die Lage, aber auch der aktuelle Wert ermittelt wird. Liegt dieses Gutachten vor, wird vom Gericht ein Termin zur Versteigerung öffentlich bekannt gegeben.

Hier bekommt man Informationen

Wann einer Zwangsversteigerung stattfindet und über welches Anwesen, kann man bei seinem örtlichen Rathaus oder Amtsgericht erfahren. Grundsätzlich kann jeder Bürger an einer Zwangsversteigerung teilnehmen. Bei der Zwangsversteigerung gilt der Grundsatz, dass die Immobilie zum Höchstpreis im Gebotsverfahren verkauft wird. Dies bedeutet, vom Gericht wird ein Eingangswert genannt, zum Beispiel für ein Einfamilienhaus ein Wert von 110.000 Euro.

Mit diesem Wert beginnt dann die Bietstunde beim Termin. Die Zwangsversteigerung dauert nicht länger, aber auch nicht kürzer als eine Stunde. In dieser Zeit können Gebote abgegeben werden. Damit man aber überhaupt ein Gebot abgeben kann, muss man vorher meist beim Gericht entsprechende Sicherheiten hinterlegen. In der Regel sind dies 10 Prozent vom Eingangswert, was in unserem Beispiel 11.000 Euro bedeuten würde. Diese Sicherheit muss man vorher unter Angabe von einem Aktenzeichen, bei der Gerichtskasse einzahlen. Erst mit der rechtzeitigen Einzahlung ist man berechtigt zu bieten. Ist man erfolgreich bei der Zwangsversteigerung, wird diese Sicherheit einbehalten, hat man keinen Erfolgt, wird diese einem wieder ausbezahlt.

Man ist direkt Eigentümer

Bei Zwangsversteigerungen muss man wissen, besteht in der Regel keine Möglichkeit die Immobilie vorher von Innen zu besichtigen. Einzige Informationsquelle ist das Gutachten, über diesen Umstand sollte man sich im Klaren sein. Denn sollte sich die Immobilie im Nachgang als mängelbehaftet herausstellen, hat man kein Rücktrittsrecht oder dergleichen.

Ist das Gebot das man abgegeben hat erfolgreich, wird man direkt mit der Verkündung des Ergebnis, Eigentümer der Immobilie. Dies bedeutet, sämtliche Rechte, aber auch Pflichten gehen auf einen über. Nach der Zwangsversteigerung erfolgt in einem zeitlichen Abstand von vier bis sechs Wochen eine weitere Verhandlung, die Verteilung. Bis dahin hat man auch Zeit die restliche Kaufsumme an das Amtsgericht zu überweisen. Die notwendigen Eintragungen ins Grundbuch, werden vom Amtsgericht mit dieser Verhandlung veranlasst. Hat man bis zu diesem Termin die Kaufsumme nicht bezahlt, muss man damit rechnen das der Gläubiger jetzt gegen einen selbst vollstreckt. Im schlimmsten Fall kann dies die erneute Zwangsversteigerung der Immobilie sein.