Wer ein bebautes Grundstück besitzt, muss dafür sorgen, dass dieses eingezäunt ist. Dies verlangt home-158089_640der Gesetzgeber. Es muss für jedermann klar kenntlich sein, wo ein Grundstück beginnt, wo es endet. Mitunter gibt es Unklarheiten darüber, wer welchen Zaun zu errichten hat. Bei der Straßenfront ist es klar.

Für die seitlichen Grundstücksbegrenzungen gibt es Regeln: Jeder Grundstücksbesitzer hat seinen rechten Zaun zu errichten und zu unterhalten. Aber wie sieht es aus mit dem hinteren Zaun? Wenn dahinter kein weiteres baubebautes Grundstück ist, ist die Sache auch klar, genau wie bei der Straßenfront. Was aber, wenn hinter dem eigenen Grundstück ein weiteres bebautes Grundstück liegt? Wer muss dann den Trennungszaun errichten?

Das wiederum kommt darauf an, ob das hintere Grundstück links oder rechts einen Straßenzugang hat. Wenn beispielsweise dieses Grundstück links an der Straße liegt, ist die Hinterfront des eigenen Grundstücks die rechte Seite des hinten liegenden Grundstücks. Und die rechte Seite … Liegen beide Grundstücke jedoch mit ihrer Rückfront aneinander oder liegt am hinten liegenden Grundstück rechts eine Straßenfront, so müssen beide Besitzer sich einigen, wer den Zaun errichtet, wer ihn unterhält.

Welcher Zaun ist der richtige

Die Industrie bietet über die Baumärkte vielfältige Möglichkeiten, einen Zaun zu errichten. Der allseits bekannte und besungene Maschendrahtzaun ist die am meisten verwendete Zaunart. Er ist preiswert, schnell zu errichten und schnell zu reparieren. Zaunelemente aus dem Baumarkt wiederum geben dem eigenen Grundstück ein besonderes Aussehen. Überhaupt sind Art und Farbe des Zaunes bestens dazu geeignet, dem Grundstück und seinem Besitzer eine besondere Note zu geben.

So kann ein Doppelstabmattenzaun in besonders naturnaher Umgebung sich gut in die Umgebung einpassen und dennoch die Funktion der Grundstückstrennung ermöglichen. Ein Maschendrahtzaun hingegen wird kaum ein Blickfang sein können. Zaunelemente, die es in allen Farben und Ausführungen gibt, können nicht nur den Geschmack des Grundstücksbesitzers ausdrücken, sie können auch einen robusten Zaun ergeben. Ein Doppelstabmattenzaun hingegen ist mehr als Sichtblende geeignet.

Art und Höhe eines Zaunes

können von der Gemeinde vorgeschrieben werden. Die Gemeinde möchte damit erreichen, dass sich ein einheitliches Straßenbild ergibt. Insbesondere, was die Höhe des Zaunes angeht, gibt es auch weitergehende Restriktionen, beispielsweise in Kleingärten, die nach dem Bundeskleingartengesetz betrieben werden.